Abenteuer date Reutlingen

Ein festes Ritual wie auch das allmorgendliche »Highway to Hell« von AC/DC aus den Lautsprechern zum Countdown am Start.

Zu den Erinnerungen, die Manfred Böck mitnimmt, gehören die grandiosen Landschaftsbilder, die sich trotz aller Strapazen einprägen.

»Rennen, walken, kraxeln«, sagt Böck, da ist alles dabei. Und sind – vor allem im letzten halben Jahr vor dem Transalpine-Run – in jeder freien Minute gelaufen. Und an Wochentagen – beide haben einen 40-Stunden-Job – zu nachtschlafender Zeit um halb fünf, um danach rechtzeitig am Schreibtisch zu sitzen.

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»Das Rennen ist auch eine mentale Herausforderung«, berichtet der Trailrunner.Das ist keine Selbstverständlichkeit: »Wir haben Duos erlebt, die nach zwei Tagen kein Wort mehr miteinander geredet haben und von da an schweigend nebeneinander her gelaufen sind.« Das Laufen im Zweierteam ist den Unwegbarkeiten der Strecke geschuldet, die in großen Teilen dem Wanderweg E 5 folgt.Stürze sind auf den teils hochalpinen Trails an der Tagesordnung, entsprechend ramponiert sehen Beine und Arme nach ein paar Tagen aus. Diese Fragen durften sich Böck und Maier von ihren Familien, Freunden und Kollegen oft anhören. Rund 2 200 Euro, überschlägt Böck, kommen pro Person und Woche zusammen. Ob nun als Erster oder als Letzter: Wer das Ziel erreicht, hat schon gewonnen.»Auf der letzten Etappe ist das Teilnehmerfeld ein großes Lazarett«, sagt Manfred Böck.

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»Er muss nicht nur ebenso verrückt, sondern auch gleich stark sein«, benennt Böck die Kriterien.Der Mann, der vom Fußball – »damals habe ich Waldlauf im Training gehasst« – doch noch zum Marathon und schließlich zum Berglauf kam, träumte schon seit Längerem vom Transalpine-Run.»Beim Laufen blendet man eine Woche lang die Alltagssorgen komplett aus, die absolute Konzentration aufs Hier und Jetzt habe ich vorher noch nie so intensiv erlebt.« Geschwätzt wird beim Laufen eher wenig. Partnervermittlung für frauen aus polen Und trotzdem: Die Gesellschaft eines passenden Laufpartners ist ebenso hilfreich wie schwer zu finden.Die Alternative war für das Duo keine: Massenlager in Hallen.

Bei 550 Teilnehmern aus 50 Nationen ein durchaus geselliges Abenteuer, das allerdings nicht unbedingt erholsame Nächte verspricht.247,2 Kilometer mit knapp 15 000 Höhenmetern im Auf- und ebenso vielen im Abstieg bringen die Läufer in sieben Tagen hinter sich.Die Route führt von Garmisch-Partenkirchen nach Brixen über die Alpen – Trailrunning in alpinem Gelände, an dem sich Lauftempo und -stil orientieren. Bei Bergläufen haben Böck und Maier vorher ausgelotet, wo die eigenen Limits liegen.Verletzungen sind ein Grund, das Rennen abzubrechen, das Verfehlen von Zielvorgaben ein anderer. Einen Teil ihrer Ausrüstung – Schuhe und Shirts – haben die beiden von zwei Sportartikelherstellern als Sponsoring bekommen.»Die Veranstalter geben für jede Etappe ein Zeitfenster vor«, erläutert Manfred Böck. Doch auch Übernachtungsquartiere müssen bezahlt werden, »wir haben uns den Luxus gegönnt, in Gasthöfen zu übernachten«.


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